Die Freifahrt nach Oberpullendorf

Auch dieses Jahr durften sich die Jung-Fohlen aus Linz mit zahlreichen österreichischen Bundesligisten, aber auch mit zwei Mannschaften aus Ungarn messen. Die Anreise von Linz aus ins Mittelburgenland erwies sich, was für einen Samstagvormittag eine Seltenheit ist, als entspannter als erwartet.

Die Strecke Linz-Wien-Oberpullendorf dauerte etwa 2,5 Std Fahrzeit. Noch etwas ermüdet begannen die Burschen, unter Aufsicht des Coach Mirza Jasarevic, selbstständig aufzuwärmen. Es schien alles entspannt und professionell zu sein und die Spieler waren voll auf das erste Spiel gg Illes AKA-Haladas Szombathley fokussiert.

Es war gleich zu beginn ein sehr starkes und körperbetontes Fussballspiel, der Ball befand sich Anfangs immer wieder in der ungarischen Spielhälfte, jedoch wurde stark seitens der Illes AKA-H.S. dagegen "gehalten". Der Qualitätstest der Linzer Ausrüstung wurde somit auf die Probe gestellt und hat den Test erfolgreich bestanden. Trotz des 2:0 Vorsprunges der Linzer, schien es in deren Köpfen noch 0:0 zu stehen und es konnten zahlreiche Chancen herausgespielt werden. Dennoch waren die wichtigen drei Punkte über das gesamte Spiel hinweg ungefährdet, da die Schwarz-Weißen früh das Aufbauspiel der Ungarn störten.

Im zweiten Spiel warteten die Kids vom GAK aus Graz auf die Jungs von Coach Mirza Jasarevic. Der Gegner war eine sehr faire und absolut sympathische Mannschaft, mit spielfreudigen Ansätzen. Die Zuseher durften sich über ein interessantes Spiel beider Mannschaften freuen. Unzählige Chancen konnten seitens der Stahlstädter rausgespielt werden, aber leider wollte das Runde nicht so wirklich ins Eckige. Am Ende durften sich die laufstarken Linzer über einen 3:2 Sieg freuen.

Während der Mittagspause war unsere Gemeinschaft hellwach und fieberte dem dritten Gruppenspiel entgegen. Die Einstellung der Mannschaft, des Trainers und der mitgereisten Eltern spiegelte das Motto „NUR DER ASK“ wieder und so bereitete man sich gemeinsam auf den nächsten Gegner, der keine geringer als der Rekordmeister war, vor. Während dem extrem starken Spielbeginn gegen die Grün-Weißen aus Hütteldorf wirbelten die Schwarz-Weißen die Wiener so richtig durch. Bei hervorragenden Spielzügen, mit teilweise Ein-Kontakt-Spiel, glänzte das Wappen der Linzer förmlich an der Brust. Und das so lange, bis den Wienern der 2:1 Anschlusstreffer gelang. Dann geschah etwas, was oft im Fußball passiert "bringst du das Runde nicht ins Netz - tuts da Gegner für dich" und so knallten die Grün Weißen aus allen Lagen den Ball ins Linzer Tor. Ruckartig stand es in wenigen Minuten 2:3 aus Sicht der Linzer. Auch das schnelle 3:3 und viele unzählige Chancen konnten leider nicht helfen und so wurde jeder der darauffolgenden Schüsse der jungen Rapidler zu Toren umgewandelt. LASK Trainer Jasarevic versuchte noch in der Offensive sowie in der Defensive das Team zu stabilisieren, jedoch leider ohne zählbaren Erfolg. Kein einziger LASK-Spieler senkte seinen Kopf, jeder wollte, aber leider zwecklos. Vier Weitschüsse auf das Tor der Linzer reichten und so musste sich der Linzer ASK mit einer bitteren 3:7 Niederlage geschlagen geben.
Doch trotz der hohen Niederlage, konnte man weder den Spielern noch dem Trainer die Enttäuschung ansehen, da sich das ganze Team spielerisch nichts vorzuwerfen hatte. Das faire Abklatschen nach dem Spiel zeigte die Größe der Mannschafft und die Spieler konzentrierten sich umgehend auf den nächsten Gegner.

Auf- oder Abstieg - das Spiel gg SC Operpullendorf Juniors
Im letzten Spiel der Gruppenphase durften sich die Linzer mit dem Gastgeber messen. Sehr zurückhaltend begann die Heimmannschaft und sie wollten durch gutes Stellungsspiel die Linzer bändigen. Die wiederum sehr lebendig wirkenden Schwarz-Weißen ließen sich davon nur bedingt beeindrucken und schnell konnte erkannt werden, dass der Gegner sein Glück im Konter versuchte, was auch so zu erwarten war, da dem SC Operpullendorf nur ein Punkt für das Halbfinale reichte. Durch langsamen und sicheren Spielaufbau der LASKler wurden immer wieder die Bälle mit Erfolg in die Tiefe gespielt, wodurch die offensiven Abnehmer den 2:0 Sieg fixieren konnten. Der bedeutete somit den zweiten Platz, der wiederum das Ticket für die Linzer ins Halbfinale bedeutete.

Das Halbfinale
Was für eine starke Mannschafft der LASK hat, zeigte sich beim Halbfinalspiel um 16:00 Uhr gegen Sturm Graz. Alle aus Linz waren schon seit etwa 5:00 Uhr auf den Beinen, doch die Müdigkeit machte sich nur bei den Zusehern bemerkbar. Die LASKler waren immer noch spritzig und hungrig, dass sie sich nicht einmal vom 0:1 aus der Ruhe bringen haben lassen. Der Wille war es, der ihnen die nötige Motivation gab um dann schlußendlich das 0:1 in ein 3:1 verwandelte. Auch in diesem Spiel versuchte Trainer Jasarevic die Kräfte gerecht aufzuteilen und so konnten alle Jungs, wie in den Spielen zuvor, mit Freude und Einsatz aufspielen.

Das Finale
Da halte ich mich sehr kurz, fairerweise muss gesagt werden, dass Admira Wacker durch die viel kürzere Anfahrt (rund 40 Minuten) doch frischer ins Finale gegangen sind als ihre Alterskollegen aus Linz. Das glücklichere, aber auch bessere Team, hat sich den Sieg im Finale verdient. Während dem letzten Spiel des Tages war die Müdigkeit auch definitiv bei den Spielern angekommen, da der Kraftaufwand im Spiel zuvor doch viel höher als vielleicht angedacht war. Aber es sind 12 jährige Kinder, die sich trotz 0:3 gleich im Anschluss über den tollen zweiten Platz freuten. Die Jungs umarmten sich nach dem Spiel nochmal, gratulierten dem Sieger des Turniers und verabschiedeten sich wie faire Sportler.

Bei der Siegerehrung wurden die jeweiligen geehrten Mannschaften großartig und lautstark von allen anwesenden Eltern, Zuseher und Spielern würdig gefeiert. Dankbare Worte fielen auch an die jeweiligen Trainer und der Konkurrenzkampf von zuvor war wie vergessen. Denn im Nachwuchs zählt der Fortschritt und nicht die Plazierung. Vielleicht muss es nicht jeder verstehen aber die Steigerung des einzelnen und der Fortschritt der Mannschaft ist die Zukunft vom Team. Dafür werden die Kinder den Trainern und Eltern in Zukunft dankbar sein.

Die Torjägerkrone konnte sich ein talentierter Spieler aus dem Nachwuchs der Grün-Weißen sichern und die wenigsten Gegentore erhielt der Tormann aus der Südstadt. Besonders erfreulich war die Verleihung des Titels "Bester Spieler des Turnieres", den sich ein LASKler sichern konnte.

 

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