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"Ein Aufruf" Die Gelegenheit beim Schopfe packen

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Vor nicht allzu langer Zeit rief man noch dazu auf, nach Parndorf zu pilgern, um dort den Grundstein für die Rückkehr in die 2. Liga zu legen. Nun, nicht mal ganz 5 Jahre später stehen wir auf Platz 2 in der Bundesliga und im Pokal-Halbfinale. Vor allem für jene, die auch die Zeit damals mitgemacht haben und treu hinter dem LASK gestanden sind, fühlt es sich im Moment an, als schwebe man auf Wolke 7.
 
Nach all den schweren Jahren ergibt sich nun die Chance, Historisches zu erreichen. Wir haben "nur" mehr 4 Punkte Rückstand auf die Filiale aus Salzburg und im Pokal kommt Rapid in die TGW Arena (Anmerkung: In den letzten 56 Pflichtspielen in der TGW Arena hat man nur 5! Spiele verloren).
 
Jetzt gilt es, Farbe zu bekennen und zu zeigen, dass wir wirklich "gemeinsam" der LASK sind. Uns stehen nun noch 11-12 Endspiele bevor. In denen gilt es 1908% für unseren Verein zu geben, auf und neben dem Platz. Auch auswärts! Die Mannschaft spielt Woche für Woche einen sehr attraktiven Tempofußball und gewinnt Spiel für Spiel - selbst wenn die Leistung mal nicht so gut ist. 300-500 Auswärtsfahrer sind dem nicht würdig und die Ausreden "Sonntag 17:00 Uhr, Oma hat Geburtstag, nächster Tag Montag,.." zählen nicht. Jeder weiß, was an Spieltag 30 und 31 in Salzburg und St.Pölten los wäre, wenn wir beim Kuchen dabei sind - Ganz egal welcher Tag, ganz egal welche Uhrzeit, ganz egal welches Wetter. Jedes Spiel ist genau so wichtig wie diese beiden. Fahren wir alle hin und unterstützen unseren Verein, wie es ihm angemessen ist und wir werden zusammen Historisches erreichen !
 
Gemeinsam sind wir LASK!
 
marcel pretl 

Fragen an Gemeinderat Potocnik

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Sehr geehrter Herr Gemeinderat Potocnik!


Da Sie selbst immer für Transparenz eintreten und diese mitunter vehement einfordern, erlauben wir uns, Ihnen nachstehende Fragen zu stellen. Wir würden Sie daher höflich um Beantwortung derselben bitten.
  1. Sie bezeichnen sich immer wieder als „Stadtentwickler“ oder „Stadtplaner“. Ist dies in Österreich ein offiziell anerkanntes Berufsbild?
  2. Waren Sie jemals als Architekt selbständig tätig?
  3. Sofern Sie bereits als selbständiger Architekt tätig waren: Welche Projekte haben Sie alleinverantwortlich durchgeführt?
  4. Sind Sie Mitglied der Architektenkammer?
  5. Falls nein, waren Sie dort jemals Mitglied?
  6. Sie sind Anfang 2016 - kein halbes Jahr nach Ihrer Wahl zum Gemeinderat - aus Ihrer Partei ausgetreten. Was war der Grund für Ihren Austritt?
  7. Warum sind Sie dennoch Fraktionsvorsitzender von NEOS geblieben?
  8. Weshalb werden Sie, trotz Ihrer Rolle als Fraktionsobmann, auf oberoesterreich.neos.eu unter „Linz“ nicht im dort abgebildeten Dreier-Team geführt?
  9. In welcher Form werden die Inhalte Ihrer Aussendungen und medialen Auftritte vom restlichen NEOS-Team mitgetragen? Wie stimmen Sie insbesondere Ihre Presseaussendungen mit Ihren FraktionskollegInnen ab bzw. in welcher Form wird hier zusammengearbeitet?
  10. Inwiefern unterscheidet sich das Gehalt eines Fraktionsvorsitzenden von jenem eines einfachen Gemeinderates?
  11. Gehen Sie parallel zu Ihrer politischen Tätigkeit noch einer anderen Arbeit nach? Wenn ja, welcher?
  12. Sofern Sie noch einer anderen Tätigkeit nachgehen sollten: In welcher Höhe beziehen Sie daraus Einkünfte?
  13. Welchen Medien werden von Ihnen bzw. Ihrer Fraktion (oder Ihnen oder Ihrer Fraktion nahestehenden Personen oder Organisationen) Inserate oder finanzielle Unterstützungen gewährt?
  14. In welcher Höhe erfolgen diese Inserate oder finanziellen Unterstützungen?
  15. Stehen Sie in einer direkten oder indirekten Verbindung zur Seite „Rettet den Pichlinger See“? Falls ja, in welcher Form (z.B. Beratung, finanzielle Zuwendungen oder dergleichen) beteiligen Sie sich an dieser Seite?
  16. Stehen Sie in einer direkten oder indirekten Verbindung zu ähnlichen Seiten wie etwa „Rettet den Andreas Hofer Park“ bzw. falls ja, in welcher Form beteiligen Sie sich an diesen?
  17. Warum beziehen Sie sich in Ihrer Argumentation zum LASK-Stadion auf Pläne, welche nicht von offizieller Seite veröffentlicht bzw. bestätigt wurden?
  18. Die in der „Heute“-Ausgabe vom 28.12.2018 erschienenen Pläne mit den rot skizzierten Flächen tragen als Bildunterschrift unter anderem die Quellenangabe „NEOS Linz“. Wurden diese von Ihnen eingefärbt? Wie stehen Sie zu dem Umstand, dass hier auch Bäume inkludiert wurden, welche nicht in den Gesamtplänen enthalten sind?
  19. Im Zusammenhang mit dem Stadionprojekt des LASK bedienen Sie sich unter anderem Begriffen wie „mieses Spiel“, „Mauscheln“ oder „Betrug an der Bevölkerung“. Als Mandatar erhalten Sie politische Bezüge, welche von den Bürgern finanziert werden. Als gewählter Volksvertreter sind gerade Sie der Bevölkerung gegenüber verantwortlich. Warum erachten Sie im Lichte dieser Tatsachen die oben skizzierte Rhetorik eines politischen Mandatars gegenüber den ehrenamtlich tätigen Freunden des LASK als angemessen?
  20. Projekte, denen gegenüber Sie in der Öffentlichkeit in Gegnerschaft getreten sind, betreffen unter anderem das Wohnprojekt am Freinberg, die Verlegung des XXXLutz, das Einkaufszentrum am Schillerpark oder das Tiefgaragenprojekt am Andreas-Hofer-Platz. In der Frage des Theatervertrages, dessen Beseitigung laut einer Stellungnahme des Bürgermeisters (Quelle: ooe.orf.at) eine Ersparnis von etwa € 5,5 Millionen bringt, haben Sie jedoch gegen eine Aufkündigung gestimmt. Warum sind Sie grundsätzlich immer gegen Sport und Wirtschaft, aber für Kultur?
  21. Warum sollen Ihrer Meinung nach Kultureinrichtungen mit öffentlichen Geldern subventioniert werden, Projekte aus dem Bereich Sport jedoch nicht?
  22. Steht Ihr Votieren für Kultureinrichtungen und gegen Sport und Wirtschaft damit in Zusammenhang, dass Teile Ihrer Familie in Kulturbetrieben arbeiten bzw. dort gearbeitet haben?
  23. Viele der Fragen aus den vom LASK veröffentlichten FAQs wurden in den letzten Wochen in exakt derselben Form von Projekt-Gegnern gestellt. Dennoch werten Sie den gegenständlichen Fragenkatalog als „selbsterstelltes Frage- und Antwortenpapier“ ab. Warum sind die vom Verein aufgegriffenen Fragen der Bürger für Sie nun allesamt irrelevant? Warum setzen Sie sich damit über andere Projekt-Gegner hinweg bzw. wie erklären Sie das diesen Leuten?

Foto: Screenshot Facebook Seite Gemeinderat Potocnik

FAQs zum LASK Stadion

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Lange hat der LASK zum Thema Stadion geschwiegen - für manche Fans zu lange. So gab es Politiker, die versuchten, auf Kosten unseres Vereins politisches Kleingeld zu waschen und sich zu profilieren( http://www.seit1908.at/blog/schwarz-auf-weiss/item/2480-politische-profilierung-wenn-fast-jedes-mittel-recht-ist ) mit Halbwahrheiten - teils mit Kaffeesudlesen und dem "Verkauf" dieses Sudes als "Fakten". Doch jetzt nutzt der LASK die Winterpause, um aktiv zu werden und zahlreiche Fragen rund um das Stadion aufzuklären. Wir haben die kompletten "FAQs" für euch zum Download bereitgestellt. 28 Fragen und ausführliche Antworten, die wohl sämtliche "Fake News", die bis jetzt verbreitet wurden, aufklären. 

Gestern Hütteldorf. Morgen Linz. Übermorgen die restliche Zivilgesellschaft

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Eine Woche ist es nun her, dass 1300 Rapidlern unrecht getan wurde. Von Einsicht bei der Exekutive und beim BMI keine Spur. Fanszenen aus ganz Österreich sind empört - natürlich auch die aktive Linzer Szene. Wir wurden gebeten die offizielle Stellungnahme der "Aktiven" zu veröffentlichen. Dieser Bitte kommen wir natürlich gerne nach. Auch wir haben diese Stellungnahme unterschrieben.

Wenn Menschenrechte keine Rolle spielen und es ab morgen schon wieder Schnee von gestern ist…

Sonntag. 16.12.2018. Austria Wien – Rapid Wien. 1. Wiener Derby im neuen Franz-Horr-Stadion. Ein Tag im Zeichen der neuen politischen Umgangsweise mit organisierten, kritischen, autonomen Gruppen des Landes.
Ein Solidaritätsbeitrag aus Linz.
 
Wie üblich bei einem Stadtderby, sammelten sich die Anhänger des SK Rapid Wien im Vorfeld, um dann mittels U-Bahn und die letzten paar Meter per Fußmarsch Richtung Austria-Stadion zu bewältigen.
Gesagt, vorerst getan.
 
Welche Szenen sich beim Fußmarsch in der Folge abspielen sollten, ist in der Historie des österreichischen Fußballs einzigartig und sucht seinesgleichen.
Die Geißelung des 16. Dezembers 2018. Tatort: Wien.
 
Entgegen der ursprünglichen Aussagen der Rechtshilfe Rapid, dass die Tangente A 23, bereits vor Passieren des Marsches gesperrt gewesen sein soll und somit keine Autos mehr auf der Autobahn unterwegs gewesen sind, revidierte die Landespolizeidirektion Wien in einem tags darauf veröffentlichten Video, auf dem zu sehen ist, dass einige Schneebälle auf Autos geworfen wurden.
 
Die Rechtshilfe Rapid entschuldigte sich einen Tag nach dem Derby mittels Facebook-Post für diese Falschaussage, die darauf zurückzuführen ist, dass Aktivisten der Rechtshilfe eine vermeintlich leere Autobahn vorfanden und dies sogleich auf Twitter tickerten, jedoch die Südosttangente für sie nicht vollends ersichtlich war.
Mit einem Polizeihubschrauber ist die Beobachtung der gesamten Lage verständlicherweise besser möglich.
 
Auf Grund des Tatbestands der Gemeingefährdung gem. §177 (1) StGB sah sich die Exekutive dazu veranlasst, 1338 Personen einzukesseln und daraufhin Identitätskontrollen durchzuführen, die bis zu 7 Stunden andauern sollten.
 
Bei Temperaturen unter 0°C. Ohne Toiletten. Ohne Essen. Ohne Trinken.
Frauen, Kinder, Alte, Junge, Diabetiker,…
 
Die Identitätskontrollen wurden durchgeführt, um diejenigen Personen zu identifizieren, die laut Polizei Pyrotechnik, Flaschen, Dosen und Schneebälle (auf den Videos der LPD Wien ist lediglich das Werfen einiger Schneebälle erkennbar) auf die Autobahn geworfen haben.
 
Eines vorweg: das Werfen von Schneebällen auf die befahrene Autobahn ist saudumm und obendrein lebensgefährlich.
Die Täter gehören bestraft.
 
Unerklärlich ist für mich als Außenstehender, warum die Staatsgewalt eine gemeingefährliche Situation (das Werfen von Schneebällen auf die Autobahn) genau an demselben Ort, wo die Schneebälle geworfen wurden, mittels Identitätskontrollen aufklären möchte, indem sie die Autobahn nach 10 Minuten wieder freigibt.
Die akute Gefahr von Schneeballwürfen (die danach nicht mehr folgten) besteht demnach weiterhin.
 
Als nächster Punkt, der sich mir aufdrängt, sind die Identitätskontrollen per se.
Wenn Schneebälle auf die Autobahn geworfen werden, welchen Aufklärungssinn verfolgen dann Identitätskontrollen?
Hat der Übeltäter den Schneeball etwa noch in der Hand, wenn er zu den Beamten schreitet und sich durchsuchen lässt?
 
Des Weiteren wirft sich die Frage auf, warum man 1338 (!) Menschen oberhalb einer befahrenen, eisigen Autobahn (die schmalsten Stellen sind lt. Gedächtnisprotokollen ca. 5m breit) stundenlang festhält, wobei die Menschen ein ca. 1,10m hoher Zaun vom Hinunterfallen in ca. 10m Tiefe auf die meistbefahrene Autobahn Österreichs trennt.
 
Man stelle sich mal vor, jemand bekommt Platzangst, fällt durch die winterlichen Verhältnisse in die Tiefe…oder weiß Gott nicht was!
 
Rückblende: Duisburg, Love Parade.
 
Ich sehe jetzt schon die bestürzten österreichischen Politiker, Bürgermeister und Profilierungssüchtigen vor meinem inneren Auge, die sich nach eventueller Tragödie alle fragen: ,,Wie konnte sowas Schreckliches nur passieren?“ und den Angehörigen ihr tiefstes Mitgefühl aussprechen. Den schwarzen Peter möchte keiner haben.
 
Angaben ohne Gewähr:
 
Gestern las ich ein Gedächtnisprotokoll eines Rapidlers, der sinngemäß schrieb, dass sich einer von der Brücke stürzen wollte, zum Glück aber zurückgehalten wurde.
Ein anderer schrieb: ,, Wennst einem Diabetiker mit mehreren Bandscheibenvorfällen über eine Polizeiabsperrung heben musst und daneben Polizisten zuschauen und lachen. Heute wurden Menschenrechte verletzt.“
 
Menschenrechte?
 
Ach ja, die gibt’s ja auch noch.
 
Ein Grundrechtseingriff kann nur erfolgen, wenn der Eingriff ein Ziel verfolgt, das im öffentlichen Interesse (z.B.: Gemeingefährdung) steht und verhältnismäßig ist.
 
Es muss ein geeignetes, notwendiges und adäquates Mittel eingesetzt werden.
Die Schwere des Grundrechtseingriffs (z.B.: Recht auf persönliche Freiheit) ist mit der Schwere des öffentlichen Ziels abzuwägen.
 
Bei 1338 Identitätsfeststellungen kam es zu einer Anzeige wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und einer verwaltungsrechtlichen Festnahme.
Das entspricht einer Quote von 99,15% Unschuldiger, die festgehalten wurden.
 
Laut Polizei wurden 3 Verletzte gemeldet, die von der Rettung abtransportiert werden mussten.
Es wurden dem Sachverhalt zufolge mehr Menschen verletzt als angezeigt.
 
Die Verhältnismäßigkeit ist hierbei also schwerstens zu hinterfragen.
Ich hoffe der Verfassungsgerichtshof sieht das genauso.
 
Von mehreren Stellen wird gemutmaßt, dass das Einkesseln der Rapid-Fans von langer Hand geplant und akribisch vorbereitet wurde.
Ich teile diese Vermutung.
 
Das es gerade die Rapid-Fans „erwischt“ ist kein Zufall.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Fußballfans einen denkbar schlechten Ruf genießen, Rapid-Fans erst recht.
 
Mit der Aktion am Sonntag wollte man testen, wie weit man gehen kann.
Wie groß ist der Aufschrei in der Bevölkerung?
Regt sich Widerstand in der Bevölkerung oder ,,is es eh wurscht, weil’s nur d’Rapidler dawischt hod?“
 
Langsam Terrain gewinnen, um es auszuweiten und für seine Zwecke (unliebsame Oppositionsdemonstranten, Fußballfans, Flüchtlinge,…) zu nutzen.
Polizeistaat olé!
 
Letzten Donnerstag im Europa-League-Spiel gegen die Glasgow Rangers gab es anlässlich des Datums 13.12. in Anlehnung an die Buchstabenkombination im Alphabet (“ACAB“ = “All Cops are Bastards“) vom Block West eine großflächige Choreographie, Wochen zuvor auch bereits beim Auswärtsspiel in Salzburg.
 
Ich denke, dass dies nicht der hauptsächliche, aber kein unwesentlicher Grund für die Geschehnisse des Derbytags ist.
Die Reaktion der Polizei steht jedoch in keinem Verhältnis zur Choreo der Rapid-Fans!
 
Es sei angemerkt, dass “ACAB“ in Deutschland beispielsweise unter die Meinungsfreiheit fällt, was das Bundesverfassungsgericht 2016 in einem Beschluss bestätigte.
 
Die Krux an der Sache ist, dass beispielsweise Fußballfans keine Lobby hinter sich haben.
Wer soll einem helfen?
 
Die Polizei, die einen lieber heute als morgen gern im Häfn hätte?
Die Justiz, die bei Fußballdelikten besonders gern drauffährt?
Das Innenministerium, die die Polizei lenkt und leitet?
 
Die Glaubwürdigkeit eines Fußballfans geht Richtung Gefrierpunkt.
Es ist Zeit, Aufklärungsarbeit zu leisten.
Redet mit Leuten darüber, eurem Umfeld, klärt sie auf.
Erzählt ihnen davon. Das wäre der erste Dominostein, der umfallen müsste.
 
Ein Aspekt, der mir als LASK-Fan auch noch sauer aufstößt, ist Siegmund Gruber’s Aussage in der Sky-Sportsendung „Talk und Tore“: ,,Polizei-Bashing ist auch nicht das Richtige.“
Und Fan-Bashing sehr wohl?
 
Man sollte immer differenzieren. Es gibt überall schwarze Schafe.
Bei den Fußballfans. Bei der Polizei. Überall.
Das sollte auch der LASK-Präsident vor zukünftigen Aussagen bedenken.
 
Ähnliche Aussagen folgten von ihm auch nach dem ersten „Heim“derby gegen Blau Weiß in Pasching, nachdem Blau-Weiß-Fans mit Pfefferspray in dem alten Awaysektor eingesprüht wurden – die Luft konnte in der Plexiglas-Hütte nicht entweichen.
 
Dem Präsidenten war’s wurscht.
 
Anders Rapid-Präsident Krammer, der am Abend bis glaublich 21.30h den eingekesselten Rapid-Fans zur Seite stand. Das ist gelebte Solidarität.
 
Ich hoffe, dass die Opposition im Nationalrat (SPÖ, Neos, JETZT) von ihrem Untersuchungsrecht (46 Abgeordnete wären nötig) Gebrauch macht und einen Untersuchungsausschuss durchbringt, um diesen Derbyvorfall genauestens zu prüfen.
 
Als vorletzter Punkt sei noch die Schadenfreude einiger Leute erwähnt:
Ich habe von Rapid-Anhängern gelesen, wie vereinzelte Austria-Fans nach Spielende vorbeigezogen sind und sich auch noch lustig über die prekäre Situation gemacht und schadenfroh gezeigt haben.
 
Auch habe ich schon diverse Kommentare von LASK-Fans in öffentlichen Netzwerken vernommen, die mich sprachlos und wütend zugleich machen.
 
Euch sei gesagt: Schon bei unserem nächsten Wien-Aufenthalt könnte es uns ähnlich ergehen. Wer zuletzt lacht, lacht am…?
 
Abschließend noch kurz zum letzten Aspekt – von wem geht das Ganze eigentlich aus?
 
Oberste Sicherheitsbehörde der Republik Österreich ist der Bundesminister für Inneres.
Ihm sind die Landespolizeidirektionen, ihnen wiederum die Bezirksverwaltungsbehörden als Sicherheitsbehörden nachgeordnet.
 
Das Amt des Innenministers hat derzeit ein gewisser Herbert Kickl von der FPÖ inne.
Welche Machtbefugnisse er in dieser Position hat, wird der ein oder andere, der das politische Geschehen verfolgt, bereits mitbekommen haben.
 
Was viele nicht wissen:
 
Vor ein paar Monaten hat im Spiel Rapid Wien : Wolfsberger AC ein Rapid-Fan einen Doppelhalter mit kritischem Inhalt (Mahrer und Kickl wurden im Fadenkreuz abgelichtet) hochgehalten.
Noch am selben Tag stand das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) vor seiner Haustür und es gab eine Hausdurchsuchung.
Möchte man so mit kritischen Inhalten zukünftig umgehen?
 
Das Wiener Derby hat einen Vorgeschmack gegeben, worauf wir Fußballfans uns in Zukunft einstellen können.
Jeder darf selbst entscheiden, wo er sein X bei der nächsten Nationalratswahl setzt.
 
Ich weiß spätestens jetzt, wo ich es definitiv nicht setzen werde – bei der Fußball Partei Österreichs, kurz FPÖ.
 
Getrennt in den Farben. Vereint in der Sache.
 
von einem besorgten LASK Fan
 

110 Jahre LASK Party

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EINHUNDERTZEHN Jahre ... dieses Jubiläum feiert der geilste Verein des Universums in diesem Jahr. Grund genug eine Fete Party zu schmeißen. Genau das hat die aktive Fanszene auch am 30.11. vor. Firmen-Weihnachtsfeier, Geburtstagsfest, Christkindlmarkt, der Hund ist krank .... das gilt alles nicht. Dieser Abend muß bei jedem LASK Fan dick im Kalender eingezeichnet sein. Tickets gibt es bei den nächsten Heimspielen. Sichert euch eure Karte im Stadion, damit ihr nicht vor verschlossenen Türen steht. Denn eine Abendkasse wird es nicht geben.

Liebe Freunde ...

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Liebe Freunde,
 
aufgrund der zahlreichen erwarteten Gäste, die sich von unserem Vater, Schwiegervater und Großvater Helmut Köglberger verabschieden möchten, wurde die feierliche, öffentliche Verabschiedung
 
am Freitag, den 05.10.2018, um 13:00 Uhr, in den
Linzer Mariendom, Herrenstraße 26, 4020 Linz, verlegt.
 
Wir bitten darum, alle Personen, die sich verabschieden möchten, von der neuen Örtlichkeit zu informieren.
Vielen Dank!
 
Die Beisetzung der Urne am Friedhof in St. Magdalena findet anschließend im engsten Familienkreis statt.
 
Im Sinne des Verstorbenen bittet die Familie darum, von Kranz- und Blumenspenden abzusehen und stattdessen das letzte große Herzensprojekt von Helmut Köglberger, die ACAKORO Football Academy für Kinder aus den Slums von Nairobi. zu fördern, deren Mitbegründer er gewesen war.
Die Bankdaten hierfür lauten:
Kontoname: Hilfsverein ACAKORO
IBAN: AT06 3400 0000 0284 5170
 
In tiefer Trauer,
 
Familie Köglberger
 
Quelle: Facebook

Abschied vom Jahrhundertspieler: In memoriam Helmut Köglberger

InMemoriam HeliKöglbergerAm Montag erreichte uns die traurige Nachricht: Helmut „Heli“ Köglberger, der Jahrhundertspieler des LASK, ist tot. Er stirbt ausgerechnet an dem Tag, an dem die Vereine, für die er als Spieler Tore geschossen hat, gegeneinander spielten: der LASK gegen Austria Wien. Betroffen, traurig und dankbar erinnern wir uns an ihn als herausragende Identifikationsfigur des oberösterreichischen Fußballs und des LASK.

Papa, komm her! Ich muss Dir was erzählen!

Unzählige Stunden und Nächte sind wir schon im Wohnzimmer gesessen und haben uns gegenseitig dafür bemitleidet, was für ein schweres Los wir als LASK-Fans doch gezogen haben. So manche Packung Zigaretten und so manche Kiste Bier mussten dabei dran glauben. Es ist auch immer wieder vorgekommen, dass plötzlich kein Bier mehr im Kühlschrank war und wir notgedrungen warmes Bier trinken mussten, nur um das dadurch entstehende Unwohlsein später mit einem Fernet auszugleichen.

Und weil wir eben nur selten etwas zu feiern hatten, mussten wir uns an frühere Erfolge erinnern. Aber das ist eigentlich gelogen – Du hast dich daran erinnert und mir davon erzählt und eigentlich waren es eh nur zwei Geschichten: Jene vom 3. Juli 1965, als Du mit dabei warst auf der Hohen Warte, wo sich der LASK den ersten und bisher einzigen Meistertitel seiner Vereinsgeschichte holte und jene vom Oktober 1985, als unsere Schwarz-Weißen Inter Mailand mit 1:0 besiegten.

Du hast diese Geschichten mit so viel Leidenschaft und Freude erzählt, dass ich sie anfangs gerne gehört habe. Später aber, als ich jeden einzelnen Satz schon mitsprechen konnte, entwickelte ich eine Aversion gegen diese Geschichten. Das habe ich ja nie zugegeben, weil diese Abneigung nur auf zwei Gründen beruht: Ich war neidisch, dass ich so etwas nicht miterleben durfte und mit jedem weiteren Jahr das verstrich wurde auch der Glaube daran kleiner, dass solche Momente wiederkehren würden.

Aber jetzt drehen wir den Spieß mal um, Papa – jetzt erzähle ich Dir eine Geschichte, die Du mir nicht glauben wirst. Ich war in dieser Saison schon zwei Mal auf der Gugl und obwohl es nun schon länger nicht mehr „unser“ Stadion ist, fühlte es sich doch wie heimkommen an. Beim zweiten Mal war es sogar besser als jemals zuvor, denn es war etwas Entscheidendes anders als bei den vielen Besuchen davor. Es waren keine 500, 2.000 oder 5.000 Menschen dort, nein das Stadion war AUSVERKAUFT.

AUSVERKAUFT, Papa – das war das letzte Mal, wann genau der Fall? Genau – gegen Inter Mailand 1985. Ja, Papa Du hast ja Recht – damals waren es mehr Leute und früher gegen den Wiener Sportklub sind die Leute hinterm Stadion auf die Bäume geklettert um das Spiel zu sehen. Aber da kann ja niemand was dafür, dass die Stadt Linz keinen Wert auf ein modernes Stadion mit größerer Kapazität legt. Deshalb kommt ja … Ach, lenk mich nicht ab – ich will Dir ja was ganz Anderes erzählen:

Es war wieder einer dieser magischen Nächte – eine Europacupnacht in Linz, bei dem ein ganz großer Gegner dem LASK gegenüberstand. Der türkische Spitzenclub: Besiktas Istanbul. Es lag ein ganz besonderer Duft in der Luft am Froschberg – es roch nach Sensation!

Ach komm, hör schon auf, Papa – natürlich ist Besiktas eine Spitzenmannschaft. Die war letztes Jahr im Champions-League-Achtelfinale, hat in den letzten drei Jahren 29 Europacupspiele bestritten und davon nur fünfmal verloren. In der Mannschaft spielen ehemalige Champions-League-Sieger, amtierende Europameister und Vizeweltmeister. Das ist inzwischen eine ganz große Nummer.

Weißt Du, was die Leute zu mir gesagt haben? „Ihr habt keine Chance gegen die. – Das ist nicht eure Kragenweite. – Da steht euch eine Abreibung ins Haus.“ Ich habe darauf nur geantwortet, dass es schon schön sei gegen so eine Mannschaft in einem Pflichtspiel antreten zu dürfen. Nach all dem was wir durchgemacht haben, könne es keine Abreibung geben, die uns umhaut. Wir würden es schaffen, diesen großen Abend zu genießen.

Natürlich habe ich insgeheim darauf gehofft, dass es uns gelingen wird die Türken aus dem Bewerb zu hauen. Ich habe mich das aber nur aussprechen getraut, wenn ich schon ein oder zwei Bierchen getrunken hatte. Die letzten Jahre haben uns geprägt, wir sind bescheidener geworden. Eine Tugend, die uns übrigens gut tut. Die Zeit der Luftschlösser, die unsere Präsidenten gebaut haben und in die wir nur zu gerne eingezogen sind, die sind vorbei. Es wird beim LASK weniger geredet, dafür mehr gearbeitet und das trägt Früchte.

Keine Ahnung, wie das beim Trauner war, Papa – dafür bin ich echt zu jung. Aber Du hast immer gesagt, dass war der letzte Vernünftige am Ruder des LASK. Wenn man diesen Vergleich zieht – ja, dann gibt es endlich legitime Nachfolger für ihn.

Aber zurück zum Thema: Wie gesagt, es roch nach Sensation und ich war von Stunde zu Stunde mehr überzeugt, dass wir ein Wunder erleben werden und in das Play-Off einziehen würden. Ich genoss die Atmosphäre, trank mit einem Bekannten noch ein gemütliches Bier und begab mich auf meinen Platz in Sektor 7. Das war einmal unser Revier in diesem Stadion, aber gestern war das leider anders. Da waren mehrheitlich Fans der Türken – nicht nur von Besiktas, sondern auch welche in Fenerbahce und Galatassaray-Trikots. Versteh ich auch nicht, Papa – war aber so. Ich habe mich mit ihnen auch unterhalten – es waren ja fast ausschließlich Austrotürken – und sie alle sagten mit Ergebnisse zwischen 5:0 und 10:0 für Besiktas voraus. Sie waren sich sicher, dass wir kein würdiger Gegner seien. Ihre Freude endlich erstmals ein Spiel ihres Lieblingsvereins sehen zu dürfen, hat anscheinend ihre Sinne getrübt – denn den besagten Geruch der Sensation schienen sie nicht wahrzunehmen.

Kurz vor Spielbeginn wanderte ich zwischen den Reihen etwas weiter Richtung Sektor 6. Ich wollte dann doch eher unter Gleichgesinnten stehen. Ja, Papa, STEHEN – es war wie früher, die Leute sind tatsächlich alle gestanden. Nein, es war sogar besser als früher, denn sie haben auch die Hühnerstangen ignoriert und sind wirklich gestanden!

Das Spiel an sich war einfach traumhaft. Ich sah elf Männer auf dem Platz, die alle bereit waren über sich hinauszuwachsen und alles für unseren LASK zu geben. Sie zwangen die Besiktas-Stars zu Fehlern, ließen diese nicht ins Spiel kommen und zwangen sie sogar dazu uns immer wieder mit Fouls zu stoppen. Auf den Tribünen kochte es von Beginn weg. Die Türken waren zwar laut, aber es war keineswegs ein Auswärtsspiel von uns. Da waren deutlich mehr die unseren, also den richtigen Schwarz-Weißen die Daumen drückten und sie auch lautstark anfeuerten. So etwas hast Du noch nicht gesehen – OK, OK ich nehme es schon zurück – habe ich noch nie gesehen beim LASK.

Nach 25 Minuten wurden die Türken deutlich ruhiger, da sie merkten, es wird nichts mit dem geplanten Kantersieg. Ein Weiterkommen hier in Linz setzt harte Arbeit voraus. Ich freute mich, als es nach 30 Minuten noch immer 0:0 stand und sinnierte schon darüber, dass auch ein 0:0 bereits ein Achtungserfolg wäre, obwohl ich innerlich noch immer spürte, dass an diesem Tag mehr möglich sein würde. Das spürten auch andere an diesem Tag, denn er Weg zur Kantine war frei – es stellte sich kaum jemand an – noch ganz anders als drei Wochen zuvor gegen Lilleström. Alle 14.000 waren auf das Spiel fokussiert.

Wir wurden auch belohnt, denn in der 41. Minute kam Joao Victor im Strafraum an den Ball und schob den Ball mit dem linken Fuß ins lange Eck. Der LASK führte plötzlich mit 1:0. Da löste sich etwas in mir, dass sich über Jahre angesammelt hatte. Ich konnte meine Bewegungen nicht mehr kontrollieren, war völlig außer Rand und Band und musste minutenlang nur hüpfen. War das wirklich wahr, oder würde ich träumen. Falls Zweiteres zutreffen sollte, dann würde ich niemals mehr aufwachen und einfach weiterträumen wollen. Dass es wirklich wahr war, realisierte ich nur kurz darauf, als Ranftl die Hundertprozentige Chance auf das 2:0 ausließ. Dass die gut 4.000 türkischen Fans auch im Stadion waren, konnte man zu diesem Zeitpunkt kaum wahrnehmen.

Das sollte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit aber ändern. Es gab dann doch ein paar Organisierte, die sich in der ersten Hälfte in Sektor 3 – also hinter dem Tor breitgemacht haben. Die wurden in der Pause von der Polizei in den Sektor 8 beordert. Das ist eigentlich der Auswärtssektor, den es an diesem Abend aber nicht gab und dann doch irgendwie zu einem solchen wurde. Wie auch immer – diese Personen schafften es, die anderen Besiktas-Fans noch einmal mitzureißen und die Stimmung anzukurbeln. Die LASK-Fans waren logischerweise in keiner Phase leiser geworden und so herrschte plötzlich ein richtiger, stimmungsvoller Europacupfight.

Dessen Höhepunkt war aber noch nicht erreicht, denn so 25 Minuten vor Schluss passierte es tatsächlich. Dominik Frieser brachte den Ball ein weiteres Mal im Netz unter und damit führte der LASK plötzlich mit 2:0. Zu diesem Zeitpunkt stand der LASK mit einem Bein im Play-Off und für die Star-Elf von Besiktas drohte die Europacupsaison bereits früh zu enden. Das Gefühl aus der ersten Hälfte wiederholte sich. Wieder konnte ich minutenlang nur springen und meine Gefühle nicht wirklich kontrollieren. Mir war zwar bewusst, dass der Weg noch ein weit sein würde, aber das Wunder war zum Greifen nah. Eine wirkliche Sternstunde in der Vereinsgeschichte des LASK – so schien es zumindest.

Die ersten Türken hatten bereits das Stadion verlassen, die restlichen noch anwesenden schon den Glauben an ihr Team verloren, als ich plötzlich zu zweifeln begann und den Satz „Es wäre so typisch LASK, wenn wir jetzt noch ein Tor bekommen würden“ aussprach. Keine 30 Sekunden später hatte Negredo den Ball ins Netz befördert. 90. Minute – erster Schuss auf das Tor des LASK und dennoch waren wir wieder die Idioten.

Leere, nichts als Leere verspürte ich nach dem Schlusspfiff und doch sagte mir irgendwas, dass ich jetzt nicht einfach gehen darf. Ein Gefühl, das auch viele andere hatten. Denn die meisten blieben im Stadion um die Mannschaft zu feiern, um sie aufzurichten, um ihnen zu zeigen, dass wir stolz auf sie sind.

Ja, Papa, es hat sich in diesem Moment wie eine Niederlage angefühlt, auch wenn wir mit 2:1 gewonnen haben. Das mag 1985 anders gewesen sein, weil es ja das Hinspiel war. Aber auch damals habt ihr einen Sieg gefeiert, der mit dem Rückspiel letztendlich in eine Niederlage mündete. Ich habe endlich meine Geschichte, die ich vom LASK erzählen kann. Eine heroische Nacht, in der ich dabei war. Ein (Meister)Titel fehlt zwar noch, aber wir wollen ja nicht unbescheiden sein.

Du hast Deine Geschichten, ich habe die Meinige. Was uns fehlt ist eine gemeinsame Geschichte. Die besteht nämlich hauptsächlich aus Zweitligajahren. Das Letzte, dass Du vom LASK mitbekommen hast war der Absturz in die Bedeutungslosigkeit – der Absturz in die Regionalliga.

So sitze ich nun alleine da, mitten in der Nacht wenige Stunden nach dem historischen Spiel und in meinem Kopf wechseln sich Frust und Stolz ab. Rauchen tu ich nicht mehr, das Bier ist kalt – was gut ist, denn Fernet hätte ich keinen hier. Wir haben schon ein schweres Los gezogen, indem wir LASK-Fans geworden sind.

Aber weißt Du, genau deswegen habe ich beschlossen diesen Moment dennoch zu genießen. Durch dieses Los haben wir gelernt, dass der Weg nach oben ein weiter ist, man aber schneller als man denkt, wieder in den Niederungen landet. Mein Gefühl sagt mir zwar, dass wir jetzt an dem Punkt sind, an dem wir länger oben bleiben – aber Garantie dafür gibt es keine.

Also: Schwarz und Weiß ein Leben lang! – Auf den LASK! – Prost!

 

Alle oder keiner?

Die obige Frage war ursprünglich ein Ausrufesatz und ebendiesen mussten sich einige der Treuesten der treuen LASK-Fans am vergangenen Freitag in Wels nach Schlusspfiff von Trainer Oliver Glasner gefallen lassen.

Nachdem die aktive Szene die Mannschaft nach deren Sieg zurecht feiern wollte, in Thomas Gebauer aber einen Partychrasher erblickte, wollte man diesen wegschicken.

 

Mein Vater hat mir mal erzählt, dass die Menschen in Österreich Vieles vergessen (wollen).

Er hat das in Bezug auf Wahlversprechen der Politiker vor Wahlen bezogen, die die Wähler bis zur nächsten Wahl wieder vergessen.

 

Einleitende Frage hat mich zum Nachdenken gebracht.

Ich glaube mein Vater hat Recht.

Anders kann ich es mir nicht erklären, warum sich plötzlich niemand an Thomas Gebauer zu stoßen scheint, dieser verteidigt wird und sogar Solidarisierungsprozesse in Gang gesetzt wurden.

 

,,Die Liga ist zweitrangig, mein Herz hängt an der SV Ried und ich möchte in Österreich für keinen anderen Verein spielen.“

 

Diese Aussage tätigte Gebauer am 31.März 2017 in den Oberösterreichischen Nachrichten.

Es war dieselbe Person, die in einem Derby Ried : LASK den LASK-Anhängern den ausgestreckten Mittelfinger entgegenstreckte.

Datum + Beweisphoto des Vorfalls lassen sich bedauerlicherweise nicht mehr eruieren.

Auch Gebauer war es, der bis noch vor ein paar Tagen mit seinem Ried-Auto, das von Daxl gesponsert wird, zum LASK-Training hin- und hergondelte.

 

Heute wird er von Vielen gefeiert, denn er hat ja ein LASK-Leiberl an.

Randnotiz: Ein LASK-typisches grün war’s bei seiner Spielerpräsentation.

 

Mit LASK-Leiberl ist er also einer von uns.

Im Umkehrschluss bedeutet das also, egal was einmal war, sobald man sich ein LASK-Leiberl drüberstreift, ist alles andere Schnee von gestern.

Die Schwerkraft scheint außer Kraft gesetzt, die Sonne dreht sich um die Erde.

 

Vielleicht sehen wir ja auch schon bald Peter-Michael Reichel, seinerzeit ungeliebter und verhasster LASK-Präsident, für Schwarz-weiß auflaufen.

Ich bitte dann aber ihm Respekt entgegenzubringen, denn er hat ja dann ein LASK-Leiberl an.

 

Was mich bedenklich stimmt, ist die Tatsache, dass Worte von gestern heute nichts mehr zu zählen scheinen.

Was mich noch bedenklicher stimmt, ist die Tatsache, dass die LASK-Fans nun in zwei Lager gespalten werden: Fraktion Pro-Gebauer und Fraktion Anti-Gebauer.

 

Ich stelle die Behauptung auf, das alles hätten die Entscheidungsträger des Linzer ASK’s voraussehen können.

Das die Verpflichtung Thomas Gebauer’s für Unruhe und Zwist untereinander sorgen wird, hätte wohl auch eine Wahrsagerin am Urfahranermarkt erahnt.

 

Eines vorweg:

Als am 24.Dezember 2013 die Freunde des LASK unseren geliebten Verein von der Geiselhaft eines Diktators namens Reichel übernommen haben ist aller Ehren wert.

In weiterer Folge haben die „Freunde‘‘ den LASK auf eine gesunde, solide Basis gestellt und bis in den Europacup geführt.

Ich und wir sind ihnen zu ewigem Dank verpflichtet.

 

Kritik ist aber in einem demokratischem System wünschens- und erstrebenswert.

Daher ist die Rettung des LASK’s auch kein Freibrief bis in alle Ewigkeit.

 

Es gibt einige Entscheidungen, die ich für nicht gut befinde und mich in eine sorgenreiche Zukunft des LASK‘s sehen lassen.

 

Kooperation in Form von “Freundschaft“sspielen mit Red Bull, de facto keine Amateurmannschaft mehr, gelbe Raika-Ärmel auf der LASK-Wäsch, Zukauf aktiver/ehemaliger Vereinslegenden der Konkurrenz, aktive LASK-Kicker in fremder Vereinsdress sollen hier nur einige Beispiele sein, um den Rahmen nicht zu sprengen.

 

Ich denke es ist jetzt die Zeit gekommen, um über Identität und Werte zu sprechen.

Vereinswappen, Vereinsfarben und Vereinsname sind identitässtiftende Merkmale eines Fußballvereins, um sich von anderen Vereinen abzuheben.

 

Und es ist eben nicht egal als LASK-Spieler mit fremder Vereinsdress in der Freizeit kicken zu gehen.

Man stelle sich einmal vor ein Mitarbeiter einer Linzer Baufirma läuft in seiner Freizeit mit einem Leiberl einer tschechischen Konkurrenzfirma herum und der Chef bekommt Wind davon.

Der Aufschrei in der Branche wäre groß.

 

Umso bemerkenswerter finde ich die Reaktion Otubanjo’s sich nach dem zu recht gezeigten Spruchband öffentlich für diesen Fauxpas zu entschuldigen. Ein Schritt in die richtige Richtung.

So manch einer kann sich davon eine Scheibe abschneiden.

 

Abschließend wünsche ich mir vom Christkind, dass eine Bewusstseinsschärfung in Gang gesetzt wird, in der Spieler aus Oberösterreich nicht mehr wie Schachfiguren herumgeschoben werden und sich so manch einer wieder auf traditionelle Werte rückbesinnt.

 

Die LASK-Dress zu tragen ist eine Ehre, die nicht jedem zu teil wird.

Das sollte in diesen Tagen jedem wieder ein bisschen bewusster werden.

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