Sag an die Richtung, Peter!

In der gestrigen Ausgabe der Oberösterreichischen Nachrichten offenbarte der schwarz-weiße Oberindianer 2 mögliche Szenarien, wie es mit dem LASK in der nächsten Saison in Liga 2 weitergehen soll: Voller Angriff auf den Aufstieg oder aber der Weg mit jungen Spielern, der zwei Spielzeiten dauern soll. Auf jeden Fall, so Reichel, müssen die laufenden Personalkosten heruntergebracht werden, das Budget für die 2012/2013 soll um gut 30% verringert werden. Wie schlecht es um die mittelfristigen sportlichen Ziele steht (Trainerfrage ungeklärt, viele vertraglose Spieler für die nächste Saison), durften wir heuer schon beleuchten, nun darf man sich der finanziellen Seite ein wenig zuwenden.

Vorrangig interessiert uns nicht die genaue Bilanz des LASK, die ohnehin nur einem kleinen Expertenkreis zugänglich sein dürfte, wir beschäftigen uns eher mit der Frage, wie denn Fans zu einem Budget beitragen und was sich beim LASK ändern könnte, um in Zukunft ein bessere Verhältnis zwischen Klub und Fans zu ermöglichen.

Herr Reichel, Ihre Firma ist tot

Das Interesse den LASK als Firma zu unterstützen scheint so gering wie noch nie. Bestes Beispiel ist dabei der seit Ewigkeiten blanke schwarz-weiße Dress. Woran liegt das? Ist die Wirtschaftslage daran schuld? Wie kann es aber sein, dass im selben Zeitraum Blau Weiß mit Bwin und Allianz hinter den Kulissen um ein mögliches Engagement verhandelt und dabei das Mini-Budget von geschätzt 1,5 Millionen Euro doch um einen guten Prozentsatz nach oben treiben wird zur neuen Saison? Ist es vielleicht deshalb, weil Präsident Schellmann sich auch sichtbar für die Öffentlichkeit um Sponsoren anbietet und von sich auch Deals und Aktivität der Unternehmen im Klub anbietet?

Fakt ist, dass sich PMR seit der 100-Jahr-Feier des LASK kräftig verzettelt hat, der Werbewert des LASK momentan ein Bruchteil von damals ist. Damals klingt weit hergeholt, dabei ist es schön ersichtlich, wie schnell sich ein Klub ohne richtige Männer am Steuer nach unten manövrieren kann. Ohne entsprechende Maßnahmen wird diese Abwärtsspirale auch nicht aufhören, sich zu drehen. Es wäre Zeit auch die Leute mit einzubeziehen, die das wahre Herz des Klubs sind – die Fans.

Wir halten die schwarz-weißen Farben hoch

Fans sind das Gut, das einem Verein eine Langzeitperspektive gibt. Beim LASK engagieren sich die Fans für:

- den Support im Stadion: Neben den Choreographien wird auch auswärts für Unterstützung gesorgt, der LASK ist vor allem auch durch seine Fans einer der Zuschauermagneten in dieser Liga
- den Ordnerdienst bei den Amas: auch dort helfen die Fans gerne aus und sichern damit den Spielbetrieb für unsere jungen LASK-Kicker.
- die Umsiedelungsaktionen und Renovierungen sowie Autoüberstellungen für Spieler wurden teilweise von fleißigen Fanhänden erledigt und das unentgeltlich
- Öffentlichkeitsarbeit: Mit seit1908.at haben die Fans des LASK eine Plattform geschaffen, die es ihnen ermöglicht - unabhängig vom Verein - zu Informationen zu kommen. Was noch viel mehr wiegt, als ständige Informationen, ist das Hochlebenlassen eines Vereins, der sich in den letzten 10 Jahren zu etwas entwickelt hat, womit sich kein Fan mehr identifizieren kann. Mit dem Abstieg in die zweite Liga ging ein Schwund an Medieninteresse einher. seit1908.at war stets mit Berichten, Interviews und sonstigen Goodies am Start und hat den Verein - so wie ihn die Fans leben möchten - weiter im Gespräch gehalten. Die bald zwei Jahr alte Plattform ist aber da nicht alleine. Als Beispiel führen wir hier noch die Seite lask-trikotwelt.at an, die es ebenso darauf abgesehen hat, den LASK in einem besseren Licht dastehen zu lassen...
- Unterhaltung: lask-trikotwelt.at und seit1908.at brachten mit einem von Albin Schuster organisierten Kegel und Bratlessen, die Legionäre aus ihre Hotelzimmer, sowie aus ihren Alltagstrott und sorgten damit ebenso für eine stückweit bessere Integration dieser vier Kicker.

Für einige der aufgezählten Dinge zahlen andere Vereine Geld bzw. kommt ihnen solch ein „Service“ teurer als dem LASK. Wenn die finanzielle Situation eng wird, muss man sich auch anschauen, wo eben auch schon überall auf dem Rücken der Fans ein Kostenkampf ausgetragen wird. Auch die Ticketpreise sind eine Sache, die bei der endgültigen Fertigstellung der Gugl diskutiert werden muss. Fanfeste oder das Interesse des Klubs, auch bei Fanaktivitäten präsent zu sein, halten sich in den letzten Jahren sowieso in Grenzen. Was sich ändern muss, ist dieser Status Quo, denn der hat uns von der Bundesliga in die 2. Liga gebracht und wird uns auch nicht wieder hinaufbringen.

Eine Reaktion muss folgen

Der Herr, der angeblich die Zügel in der Hand hält, schottet sich ab, anstatt in die Offensive zu gehen und die Gesundheit des Klubs auch für die nächste Saison zu gewährleisten. Denn nur dann werden auch die Fans, die jetzt schon viele Stunden für ihren Herzklub investieren, bereit sein, den Weg mit zu gehen und dem Verein die Hand zu einer Gesprächsbasis reichen, mit dem beide Seiten leben können. Denn dass der LASK ohne die Fans jetzt schon nicht könnte, ist klar ersichtlich. Es ist der Verein, der wirtschaftliche und soziale Schritte setzen muss. Je früher, desto besser.

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