Auf ins Niemandsland!

Der LASK spielt nächste Saison wieder zweite Liga - Punkt! Soviel ist spätestens nach der Derbyniederlage klar. Nun muss der Verein die Planungen für die nächste Saison aufnehmen. Dabei stellen sich Fragen nach den Spielern, die man für die neue Saison halten oder holen kann, wer denn überhaupt den LASK trainiert und ob es der finanzielle Rahmen überhaupt ermöglicht um den Aufstieg anzupeilen.

Schachners Zukunft offen

LASK-Coach Walter Schachner kennt das Fußballbusiness sehr gut und weiß deshalb mit der derzeitigen Situation umzugehen. Dem Trainer erwartet in den nächsten Tagen eine Aussprache mit LASK-Boss Peter-Michael Reichel, der seit dieser Woche wieder in Linz weilt. Dort wird ausgeklügelt ob die neue Saison wieder mit Schachner, oder eben mit einem neuen Trainer angegangen wird. "Ich verstehe den Präsidenten. Egal ob ich es mache, oder er einen neuen Trainer bei der Hand hat - man muss sich jetzt zusammensetzen und reden, denn für die Planung der neuen Saison braucht man sicher 4-5 Wochen", erzählte Walter Schachner den Medien.

Dabei stellt sich für den Meistertrainer von 2004 die Frage ob man es nächste Saison "mit voller Kraft" probiert, oder aber man "setzt auf die Jungen", was sicher eine eher langwierigere Lösung wäre, die sich der Steirer aber ebenso gut vorstellen kann. "Das ist für mich kein Problem. Ich habe zwölf, 13 spätere Nationalspieler entwickelt", spricht der 55-jährige zu den OÖ Nachrichten. Zweitere Variante hört sich da für uns schon eher plausibel an, denn für erstere wird ganz einfach das liebe Geld nicht reichen.

Budgetkürzungen, kaum Sponsoren

Denn wenn es um das Thema Geld geht, stellt sich beim LASK eher die Frage "woher nehmen, wenn nicht stehlen"! Der LASK-Boss hat sich über die Jahre einen (weniger ruhmreichen) Namen in der oberösterreichischen Wirtschaft und Politik gemacht. Mit Zuschüssen, Förderungen und monitärer Unterstützung sieht es für den LASK daher trist aus. Selbst die Tatsache, dass sich Reichel in den letzten Wochen mit Wortmeldungen sehr zurück gehalten hat, ändert daran nichts. So gibt er auch via OÖN eine weitere Budgetkürzung "um 30 Prozent" vor. Wie der Profibetrieb damit in der nächsten Saison aussieht, kann man sich bereits ausmalen.

Was uns LASK-Fans ebenso wenig überrascht haben dürfte, war die Aussage des "Matchmakers" in der heutigen Print-KRONE: "Es wird sicher einen großen Umbruch geben"! Gemeint ist dabei die Kadersituation. Mit den Dauerverletzten und den Brasilianern hätten wir "zu viele Spieler", wie Reichel in diesem Interview betont. Im zwölften Jahr unter dessen Regentschaft heißt es also mal wieder: neuer Kader, neues Glück. Wieviel Glück uns das bisher beschert hat, wissen wir wohl alle nur allzu gut. Einziger Unteschied heute zu damals ist, dem LASK bleibt diesmal keine andere Wahl.

Spieler am Absprung

Die zweite Liga bekommt nächstes Jahr hoffentlich prominente Unterstützung in Form des roten Grazer Traditionsvereines GAK. Auch wenn die "Heute für Morgen"-Liga dadurch sicherlich eine Aufwertung erfährt, zum Geldverdienen und für´s Rampenlicht zieht es die Kicker eher in die Bundesliga als in die zweithöchste Spielklasse. Somit bleibt mal abzuwarten, was mit den Spielern Freudenthaler, Kevin Wimmer, Kaufmann oder Hart passiert. Einzig bei Wimmer hat der Verein noch die Entscheidung, in Form einer Option auf Verlängerung, selbst in der Hand.

Weitere Namen müssen diskutiert werden: Barry und Cardozo - aufgrund der Ausländerregelung kommen sie nicht zu ihren Einsätzen und kosten daher unnötig Geld. Rene Aufhauser, der zu den Topverdienern in Linz zählt und dessen Leistungskurve auch nicht mehr allzu hoch steigen wird. "Ulle" Winkler, der bereits in der Winterpause als ausgemustert galt. Ali Hamdemir - der bei Blau-Weiß sein Potential erahnen ließ, aber im schwarz-weißen Dress noch nicht überzeugen konnte. Sowie bei den Dauerverletzten Florian Metz und Lukas Kragl. Ob alle drei Brasilianer beim LASK bleiben, ist ebenso noch in der Schwebe.

Die nächsten Wochen werden es entscheiden und wir bleiben für euch natürlich am Ball!

Quellenangabe:
OÖ Nachrichten, Online: "Schachners Zukunft bleibt vorerst offen", Artikel vom 18.04.2012

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