Die Ruhe vor dem Sturm?

Der Monat Jänner soll für den LASK ein richtungsweisender Monat werden. Die sportliche Abteilung hat zur Zeit alle Hände voll zu tun. Neben Neuverpflichtungen gilt es der Mannschaft wieder neues Leben einzuhauchen. Der LASK bereitet sich unter der Führung des neuen Trainers Georg Zellhofer, samt Testspieleren in der Türkei auf die schwierige Rückrunde vor. Fernab dem sportlichen Bereich kehrt aber nach turbolenten Wochen im Dezember 2010, wieder Ruhe im Verein ein. Präsident Reichel wird es freuen.

 

Doch wir Fans wollen nicht vergessen, was in den letzten Wochen in Linz los war. Allem voran der freiwillige Rückzug von Helmut Oberndorfer, dem bis dato Miteigentümer des LASK (36% Anteile), brachte viel Diskussionsstoff über eine mögliche Übernahme des LASK. Ohne Peter-Michael Reichel als Alleinherrscher versteht sich. Doch der Präsident stellte sich öffentlich quer. Die Anteile von Oberndorfer wird sich der gebürtige Welser selbst unter den Nagel reissen. Laut unserem Präsidenten gibt es "mehrere Optionen für neue Investoren, das ist eine tolle Situation". Beim Neujahrsempfang des Linzer Bürgermeisters lies Reichel gar verlautbaren, dass es nach den "vergangenen Krisenjahren" nun endlich aufwärts geht und "der Rückenwind ausgenutzt werden müsse um sich gut zu enwickeln". Woher dieser Rückenwind bläst ist jedoch mehr als unklar. Dass dieser Wind wohl nicht mehr als ein laues Winterlüftchen ist, ist anzunehmen. Zur finanziellen Situation verkündete ebenfalls Herr Reichel, dass die diesjährige Bilanz "das beste Ergebnis überhaupt" aufweise. Im Gegenzug äusserte Liga-Vorstand Pangl im "diePresse"-Interview große Sorgen zur positiven Lizenzierung beim LASK: "Der Lask und sein Präsident Peter-Michael Reichel scheint seit Jahren nicht imstande, den (nach Wien potentesten) Wirtschaftsstandort Linz zu nützen". Neben dem LASK sieht Pangl auch Wacker Innsbruck als Wackelkandidat für die Lizenzierung. Was nun die Wahrheit ist, entscheide bitte jeder für sich. Der Sachverhalt ansich jedenfalls ist konfus. Mittlerweile gähnende Gewohnheit beim Linzer ASK.

einmal persönliche daten zum mitnehmen bitte

Bei den Fans hat sich die derzeitige Führung das Kraut wohl entgültig ausgschütt' - um im österreichischen Sprachgebrauch zu bleiben. Die Fanarbeit liegt dem LASK einfach nicht. Seit Anbeginn der Ära Reichel tut sich der Verein schwer die Fans mit auf ihren Weg zu nehmen. Auf nahezu kindischer Weise wurden zum Beispiel im Herbst letzten Jahres Hausverbote, aufgrund fehlender Entschuldigungen für diverse, kritische aber keinesfalls obszönen Spruchbänder ausgesprochen. Weiters wurde namhaften und verdienten Fanclubs das Aufhängen von Zaunfahnen beim Fanblock strikt untersagt. Die Begründung der LASK-Obrigen "sie seien kein offizieller Fanclub", der Gipfel der Grausamkeit. Offizieller Fanclub ist man seit Kurzem erst dann, wenn man die vom LASK gefertigte "Fan-Policy" ausfüllt und dem Verein retourniert. Dabei müssen sämtliche Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, etc.) aller Fanclub-Mitglieder (vor wenigen Wochen wurde die Anzahl auf die Daten des Fanclub-Obmanns + 5 Mitglieder reduziert) dem Verein ausgehändigt werden. Dass dieses Vorhaben vielen LASK-Fans stinkt, ist nicht besonders erwähnenswert. Ein ungescholtener Bürger habe zwar nichts zu verheimlichen, jedoch ein solcher Schritt geht wohl entschieden zu weit. Immerhin sprechen wir hier von Fans die seit Jahrzehnten dem LASK bei Höhen und Tiefen die Stange gehalten haben. Taktlos ist hier wohl noch ein milder Ausdruck für den Umgang mit den eigenen Fans. Dem LASK liegt die Bundesliga in den Ohren. Man habe zuviele Stadionverbote. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen hat sich der LASK eben zu dem Schritt "Fan-Policy" entschieden. Ein Griff ins Klo, wenn man ehrlich ist. Dem LASK fehlt es schlicht und einfach an kompetenter Fanbetreuung. Und das schon seit Jahren. Die letzten Handlungen im Fanbereich seitens des Vereins waren allesamt dafür verantwortlich, dass das Faß bei den Fans überkochte.

Zuerst war da die komplette Abschaffung der Fanvertreter aus dem Kreise der LASK-Fans. Wir Fans haben also kein einziges Sprachrohr mehr für diverse Probleme, Anregungen od. sonstiges. Dass dieser Punkt auch in der Lizenzvergabe verankert ist (seit1908.at berichtete -> zum Bericht), ist dem LASK wohl auch egal. Uns Fans wurde seitens des Vereins ein gewisser Herr Neubauer vorgesetzt. Dessen Hauptaufgaben lagen jedoch hauptsächlich im PR und Marketing-Bereich. Nebenbei war Herr Neubauer ebenso keiner, der die Subkultur Fanblock näher verstand. Also nahezu typisch für die derzeitige LASK-Führung. Mittlerweile ist die Personalie Neubauer auch schon wieder Geschichte. Somit hat der LASK zur Zeit kein Verbindungsglied mehr, der zwischen Verein und Fans vermittelt. Unser Verein muss einfach mal einsehen, dass Fanarbeit - ähnlich wie der Aufbau einer erfolgreichen Fußballmannschaft - kontinuierlich und mit Planung passieren muss. Die wenigen Male, wo man sich mit den Fans fürs Alibi an einen Tisch gesetzt hat, sind da einfach zu wenig.

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